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Meg Mason
Was wir wollen
Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer
Roman / Deutsche Erstausgabe
Originaltitel: Sorrow and Bliss,
HarperCollins Australia, Sydney 2020
416 Seiten / 12,2 x 18,8 cm
Gebunden mit Lesebändchen
Preis: € 22,– [D] / € 22,70 [A]
ISBN: 978-3-7530-0003-9
Erscheint am 23. März 2021
Auch als E-Book erhältlich

Meg Mason

Was wir wollen

Eine Gratwanderung zwischen dunkelstem Humor, schmerzlicher Offenheit und großer Wärme

„Alles ist eine Einbildung. Das Leben ist eine Einbildung.“

Martha ist Ende dreißig und hat eigentlich alles, was man braucht, um glücklich zu sein. Sie ist mit ihrer Jugendliebe Patrick verheiratet, und er tut alles für sie. Ein wahres Geschenk – etwas, das nicht selbstverständlich ist, wie ihr alle sagen.

Aber trotz allem scheint Martha das Leben schwerer zu fallen als anderen. Vielleicht ist sie einfach zu sensibel, doch sie hat das Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Viel zu lange kann ihr niemand sagen, woran sie leidet.

Auch die ungeklärte Frage, ob sie Kinder wollen oder nicht, führt dazu, dass an ihrem 40. Geburtstag alles eskaliert und Patrick sie und das gemeinsame Haus und Leben verlässt. Als Martha endlich herausfindet, warum sie fühlt, wie sie fühlt, scheint es zu spät zu sein.

Zur Übersetzerin

Yasemin Dinçer studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und lebt und arbeitet seit 2009 in Berlin. Sie übertrug u. a. Paula McLain, Oyinkan Braithwaite und Chanel Miller aus dem Englischen.

Aus dem Buch

»Wenn man eine Frau über dreißig ist, die einen Ehemann, aber keine Kinder hat, dann wollen andere verheiratete Paare auf Partys erfahren, weshalb. Sie stimmen überein, Kinder zu bekommen sei das Beste, was sie jemals getan hätten. Dem Ehemann zufolge sollte man einfach loslegen, während die Ehefrau sagt, man wolle doch nicht zu lange warten. Insgeheim fragen sie sich, ob man wohl irgendein gesundheitliches Problem hat. Sie wünschten, sie könnten einen direkt danach fragen. Vielleicht, wenn sie das lange Schweigen aushielten, würde man es ihnen am Ende freiwillig erzählen. Aber dann kann die Ehefrau nicht widerstehen – sie muss einem einfach von einer Freundin 

berichten, der das Gleiche gesagt wurde, aber kaum hatte sie die Hoffnung aufgegeben … Der Ehemann fügt hinzu: ›Bingo.‹ Anfangs erzählte ich Fremden, ich könne keine Kinder bekommen, weil ich dachte, es würde sie davon abhalten, nach ihrer ursprünglichen Frage fortzufahren. Aber es ist besser zu sagen, dass man keine will. Dann wissen sie direkt Bescheid, dass etwas mit einem nicht stimmt, aber zumindest nicht in medizinischer Hinsicht. Dann kann der Ehemann sagen: ›Oh, na gut, wie schön für dich, du konzentrierst dich also auf deine Karriere‹, auch wenn es bis zu diesem Zeitpunkt nur wenig Hinweise auf eine Karriere gegeben hat, auf die ich mich konzentrieren könnte. Die Ehefrau sagt nichts und sieht sich bereits nach einer anderen Gesprächspartnerin um.«

ZUR AUTORIN

Foto: Grant Sparkes-Carroll